Mineralbestimmung

Wir analysieren Ihre unbekannten Mineralien mittels Röntgendiffraktometrie (Röntgenbeugung) unter Zuhilfenahme der PDF-Dateien (Powder  Diffraction Standards) der JCPDS (Joint Committee of Powder Diffraction Standards) bzw. ICDD (International Centre for Diffraction Data). Da es sich hierbei in der Regel um eine einzelne Substanz handelt, ist keine quantitative Analyse erforderlich. Die Probenmenge kann sehr klein sein, einige Milligramm reichen!

Substanzgemische

Bei zwei- und mehrphasigen Proben erfolgt die Identifizierung nach dem gleichen Prinzip wie oben beschrieben, wobei der Aufwand wegen zunehmender Mehrdeutigkeit der Ergebnisse deutlich erhöht ist.

Bei einer quantitativen Untersuchung (die Mengenbestimmung der einzelnen Substanzen) erhöht sich der Aufwand wiederum erheblich. Hier wird die sog. Rietveld-Verfeinerung angewandt. Methoden-bedingt kann die Prozentangabe in einigen Fällen lediglich nur ± 5% genau sein!

Edelsteinuntersuchung:

Da es sich hierbei in den meisten Fällen ebenfalls um kristalline Stoffe handelt (Ausnahmen: Perlen, Bernstein, Korallen etc.), können auch diese in unserem Labor identifiziert und charakterisiert werden. Neben der Standardausrüstung wie Edelsteinmikroskop, Refraktometer, Polariskop etc. werden modernste spektroskopische Verfahren eingesetzt (Infrarot-Spektroskopie, UV-Vis-Spektroskopie).

Es erfolgt eine Echtheitsbestimmung (Abgrenzung gegenüber Imitationen) sowie die Unterscheidung von natürlichen gegenüber synthetischen Edelsteinen. Ebenso können künstliche Eigenschaftsveränderungen (Farbe, Reinheit) z.B. durch Hitzeeinwirkung oder Bestrahlung erkannt werden. Dies betrifft Rohsteine, gefasste und ungefasste Steine. 

Die Diamantgraduierung erfolgt nach den Graduierregeln des IDC (International Diamond Council). Für weitere Einzelheiten können Sie sich unter www.gwmmo-lab.de informieren.

Harnsteinanalysen*

Die Untersuchung von Harnsteinen zum Aufdecken einer Stoffwechselstörung bzw. zur Optimierung einer gezielten Steinmetaphylaxe wird von unserem Labor seit 1978 betrieben. Diverse Veröffentlichungen in den gängigen Fachzeitschriften, die Erfahrung von bisher über 60.000 Analysen sowie die regelmäßige Teilnahme an zertifizierten Ringversuchen über viele Jahre zeigt die Kompetenz unseres Labors auf.

Die Analysen erfolgen semiquantitativ mittels Röntgendiffraktometrie (XRD), welche neben der Infrarotspektroskopie die von der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in den Leitlinien empfohlene Methode ist. 

Selbstverständlich können neben menschlichen Harnsteinen auch Steine tierischer Herkunft (z. B. Hunde, Katzen etc.) analysiert werden! Auch die Untersuchung anderer pathologischer Konkremente wie Gallen-, oder Speichelsteine ist möglich.

Fotodokumentation

Falls gewünscht, erfolgt von allen Proben eine Fotodokumentation als Datei (Format nach Wahl) oder Ausdruck auf Fotopapier.

 

Sämtliche Analyse- und Untersuchungsergebnisse geben die unabhängige Meinung des Untersuchers wider und basieren auf bewährten analytischen Methoden.

 

* Hierfür existiert ein spezielles Formular, in welches der Einsender die wichtigsten Patientendaten sowie Angaben zu dem aktuellen Steinereignis eintragen sollte. Dadurch können die Daten in einer Datenbank dahingehend abgespeichert werden, dass diese von Zeit zu Zeit ausgewertet und veröffentlicht werden können.

Es wird empfohlen, die Steine eingeschweißt in Plastiktütchen mit Patientenaufkleber zu versehen und an den Analysebogen „getackert“ zu versenden. Nur so ist eine eindeutige Zuordnung gewährleistet. Die Verwendung von Kunststoffkästchen oder –röhrchen hat sich nicht bewährt, da vielfach das Briefkuvert hierdurch auf dem Postweg beschädigt wird und die Probe verloren gehen kann. Die Analysebögen können jederzeit gerne angefordert werden. Benutzen Sie bitte hierfür das Kontaktformular.

Viel Leistung für viel Information